Posts by Stan Marlow

    Das war unser Motto nach der Winterpause. Ich habe es in einem Artikel für das Amtsblatt, dass in der Stadt Waldheim erscheint geschrieben. Viel kann man noch nicht erwarten. Unserre Köpfe sind voller Ideen, Wünsche und der Tatendrang lässt Energien aufleben. Dirk hat sein 2. Buch fertig. Und er will es auch Lesern vorstellen. Wie und wo... Ihr könnt es in dem Artikel lesen. Falls ihr interessiert seid, könnt ihr sein sagenumwobenes Buch auch bei mir bestellen. Ich leite es weiter - natürlich auch mit Widmung. Versprochen.

    Wir treffenuns wieder am 20. Februar... Da wird auch über eine Buchtaufe zu sprechen sein... Maible hat ihr Buch fertig. Ich gratuliere ihr natürlich und freue mich es bald ein Exemplar mein Eigen zu nennen.

    Was mir noch am Herzen liegt: Seid neugierig - kommt auf den Pfaffenberg in Waldheim, wenn ihr mögt. Dort lernt ihr uns kennen, was wir tun und vielleicht entdeckt ihr die neigung zum Schreiben.



            

    Hallo Waldheim!


    Hallo, liebe Vilma Schüler


    Der Nikolaus braucht Hilfe


    Diese wunderbare Geschichte von Ihnen las ich mit großem Interesse. Voller Erstaunen erfuhr ich von seinem Desaster mit dem eigenen Auto. Dazu kamen noch Kummer wegen der Geschenke für die Kinder, die dort noch lagerten. Wahrlich, Hilfe tat not!

    Ich muss gestehen, ich wusste gar nicht, dass unser Freund Nikolaus mit einem eigenen Auto fährt. Nun begreife ich erst wie alt und gebrechlich das Gefährt war.

    Zum Glück, Hilfe kam rasch vom Autohaus mit Reparatur Werkstatt an.

    Liebe Vilma Schüler,

    Sie lassen uns wissen, dass der Junior Chef unserem Freund sogar als momentanes Fahrzeug ein dreirädriges Moped zur Verfügung stellte, bis das eigene Fahrzeug repariert ist. Das ist Kulanz! Somit, soweit ist alles in Ordnung. Freund Nikolaus ist wieder einsatzfähig.


    Mit lieben Grüßen: F J

    Für sie war es ein Begriff der Moderne. Nun durfte sie es selbst erleben. Donnerstag nach Dienstschluss stand ihr Sohn vor ihr. Morgen, Freitag fahren du und ich in das Erzgebirge in unsere einstige Heimat. Dorthin wo sich die Pyramiden drehen, wo die wundervollen geschnitzten Schwipp bogen stehen und die Parade der Bergmänner zu sehen ist. Glück Auf so ihr Gruß. Meine Familie ist anderweitig unterwegs. Sie freute sich sehr darüber.


    Eine Heimat bleibt wohl immer eine Heimat, denkt sie. Gleich welche Umstände sie zwangen sie zu verlassen. Sie fuhren ihre alt bekannte Strecke über Eibenstock. Von dort aus geht es nur noch bergauf nach Johanngeorgenstadt. Dabei tauchte immer wieder die bekannte Frage auf: weißt du noch Mutter? Langsam tauchten aus dem Garten der Erinnerung die Dinge wieder auf, die dort abgestellt waren. Welch ein wunderbares Gefühl. – Weiter auf der verschneiten Hauptstraße entlang lag links die Sauschwämme, eine beliebte Gaststätte für Wanderer und die vielen Wintergäste, die Ski Fahrer. Gut gepflegt stand sie da, aber schon zwei Jahre geschlossen. Durch Corona blieben die Gäste aus. Ihr Sohn sah sie lächelnd an. Weißt du was, jetzt fahren wir den Weg hoch zum Auersberg, das Berghotel dort oben hat bestimmt geöffnet. Dort hinauf im Winter, alles war ringsum tief verschneit, aber es klappte. Das Hotel war ausgebucht. Trotzdem wurden Wanderer begrüßt und bis sechszehn Uhr mit warmen Speisen und dergleichen, versorgt. Hier war an den Fichten und Tannen kein schneefreies Plätzchen zu sehen. Ihr Sohn hat Fotos von der einmaligen Pracht. Die Schneehaufen schätzte er hundert bis einhundertfünfzig Meter an verschiedenen Stellen. Sie


    fühlte sich sehr gut. Noch nie hatte sie so viel Zeit in Ruhe mit ihrem Sohn. Gemeinsam Zeit, dass ist wundervoll und unvergesslich zugleich. Sehr erstaunt und traurig waren sie Beide über die Erzgebirges Schanze. Sie war gesperrt, sie war nicht mehr gepflegt worden, hier zu gab es kein Geld. Es schneite wieder. Vom Auto aus sah sie den Flocken zu. Dabei tauchten die Bilder ihres damaligen Alltags auf. Die Kinder mussten zur Schule. Die Haustüre ließ sich nicht mehr öffnen, Schnee Verwehungen. Die Buben fuhren mit den Skiern durch das Hausfenster.


    Sie besuchten all die Plätze, die einst ihr Leben mitbestimmten. Es dämmerte bereits. Unzählige Lichter ließen Pyramiden, Schwipp Bogen und Co im festlichen Glanz erstrahlen. Da entdeckten sie links der Straßen Seite die Milchbar mit ihrem Top Angebot: frische Windbeutel mit Kirschen. Also, nichts Anderes als hinein und so einen Beutel bestellt. Sie staunte nicht schlecht über die Größe und Schlagsahnen Füllung. Der Chef erklärte uns, die Bar bestehe seit Neunundfünfzig Jahren. Oh ja, ich kannte diesen Ort. Heute, am Achten Zwölften hat meine Tochter ihren Acht und Fünfzigsten Geburtstag. Hier war der Ort, den ich täglich besuchte. Einen Windbeutel bitte!


    Es schneite. Der aufgekommene Wind spielte mit den Flocken. Sie sahen Beide noch einmal zurück. – Gemeinsam – Zeit – unvergesslich.

    An die Schreiberlinge


    Gaststätte „Am Pfaffenberg“

    Waldheim


    Hallo Ihr Lieben, ich würde so gerne einiges von Euren Geschriebenen lesen, so wie Stan Marlow immer sagte: „hat Euch die Muse geküsst?“ Hat sie?


    Mich selbst plagen seit langem viele Fragen. Deren Antworten sicher vielseitig sein können und werden. Wenn ich unsere Welt zurzeit betrachte in der wir leben, die gekennzeichnet ist von Kriegen, wenn ich die Atmosphäre fühle, die uns umgibt und die dementsprechend ist, so suche ich nach den Antworten auf die Frage:


                                                                Was ist der Mensch?


    Ist er nicht in der Lage Frieden zu schaffen und zu halten? Wo ist sein Bewusstsein, wo bleibt oder ist sein Verstand? Er kennt genügend Kriege. Hat er ihre Auswirkungen vergessen? Sieht oder erinnert er sich nicht mehr an die Millionen von Toten? An die Tränen der Kinder? Ganz zu schweigen von den Zerstörungen aller Orte. Warum ist das so? Ist er mit einem Hang zum Kriegerischen, zur Eigenliebe Geboren? Ist er besessen von Macht, Hass und Gier nach Besitz? Wo ist und bleibt seine Liebe zur Natur? Warum zerstört er sie?


    Es wurde aber auch viel Gutes, Schöpferisches getan. So auch heute noch. Wir helfen und bauen auf bis, dass das Krieg spielend wiederbeginnt -ein Ungleichgewicht von Chaos und Ordnung!.. Warum? Mit welchem Recht?


                                                                        Was ist der Mensch?

    An die Schreiberlinge


    Waldheim

    Gaststätte „Am Pfaffenberg“


    Hallo Schreiberlinge, kaum hatte ich versucht Kontakt aufzunehmen durch das Fernschreiben nach Waldheim zu Ihnen, tauchte der quälende Gedanke auf, aber welches Genie ist der Gründer des Ganzen?

    Selbst besuchte ich schon einige Lesungen von verschiedenen Autoren. Ich kam ins Grübeln. Freischreiben, so aus sich heraus, dasselbe später durch Lesungen dem Publikum vorstellen, dazu gehört Leidenschaft, so eben das gewisse Etwas.

    An einen Autor kann ich mich besonders gut erinnern. Mit wenig passender Ausstattung, wie Beleuchtung durch eine Lampe, während der Raum dunkel war, saß er vor seinem Tisch und las aus seinem Buch oder aus seinen Gedichtbänden, manchmal mit absurden Gedanken, oder gewürzt mit Witz und Humor. Er schlug uns in seinen Bann. Es war Stan Marlow.


    Nun weiß ich es genau. Meine Neugierde ist befriedigt.


    Prolog. – Die Seitenspinner


    Birgit und Stan formten sie aus dem „Nichts“ Beide sagen zu recht, still ist es in der Kunstwelt und Kultur in und um Waldheim herum. Birgit und Stan sehen in der Zukunft Schreiberlinge die in Freiheit ohne Vorgabe ihre Worte zu Gehör bringen.


    Träume sind erlaubt. Das geträumte umzusetzen bringt Erfüllung, Spaß und Freude.


    Mit lieben Gruß: FJ

    An den Treffpunkt der Schreiberlinge


    Gaststätte „Am Pfaffenberg“ Waldheim

    Ein künstlerisch gestalteter Flyer mit seinem Aufruf an alle Schreiberlinge, auch an jene die es werden wollen, fand auch den Weg zu mir. Vor allem die Aussage des Autors, jedes Alter ist willkommen reizt mich. Das Notieren meiner Gedanken, Gefühle, Erlebnisse sowie Erkenntnisse in Worte zu fassen und selbige geordnet zu Papier zu bringen, wenn mir das gelänge. – Ein Versuch ist es wert.


    Ihnen Allen viel Erfolg und Freude beim nächsten Treff.


    Mit einem lieben Gruße – FJ

    Meine ersten Gehversuche als „Seitenspinner". Wenn ihr mögt, schreibt mir, ob die kleine Geschichte euch gefällt.


    An einem kalten Wintertag begann es leise zu schneien. Schon bald verhüllte eine reine weiße

    Schneedecke schmuddelige Straßen, Dächer, Felder und Wiesen. Da geschah es. Entlang der Hauptstraße in

    Waldheim jaulte es gleich mehrfach hintereinander. Ein altes rotes seltsam geschmücktes Auto gab

    furchtbare Laute von sich und blieb einfach miten auf der Fahrbahn stehen. Aus dem verbeulten Vehikel

    tauchte ein noch seltsamerer gebeugter Mann auf. Er trug einen langen roten Mantel und abgewetzte

    schwarze S�efel. Sein langer grauer Bart reichte ihm bis zum Gürtel aus dickem Strick. Neugierige

    Schaulus�ge blieben stehen. Was tat er da? Hilflos stand der merkwürdige Mann im Schneegestöber vor

    seinem alten Gefährt und versuchte die Motorhaube zu öffnen. Es gelang ihm nicht. Fragend sah er sich

    um. Ein paar Jungs, die gerade auf dem Weg von der Schule nach Hause vorbeikamen, fragten, ob sie

    helfen könnten.

    „Naja, vielleicht, was mach ich denn jetzt?“ stoterte mühsam der Mann ...

    Da wir nicht wussten, was auf uns zukommen würde, trafen wir uns 14:30 Uhr im Autohaus Köhler zu Waldheim. Schnell ein paar organisatorische Worte, dann gings an die letzten Vorbereitungen. Unser geschmücktes Schaufenster im Autohaus tauchte mit seinem warmen Licht die Umgebung in eine surreale Welt. Das Quiz war vorbereitet, die Schatztruhe mit den Geschichtsrollen stand bereit und die mit Liebe gekochte Buchstabensuppe stand gleich am Eingang, so dass durchgefrorene Besucher sich innerlich aufwärmen konnten. Ob jemand, ob überhaupt jemand kommen würde? Die nagende Ungewissheit war wie ein Wermutstropfen in einem ansonst schmackhaften Cocktail.


    Als ich an der Eingangstür stehend in das Innere des Autohauses schaute, wippten 4 rote Weihnachtszipfelmützen durch die Halle. Ein Schmunzeln konnte ich einfach nicht unterdrücken. Alles war so, wie wir es uns vorgestellt haben. Keine Sekunde zu früh – die Tür ging auf und kurz darauf blickten wir in freundliche und lachende bekannte Gesichter. Es waren gute Gespräche. Es wurde gelacht, gescherzt, Buchstabensuppe geschlürft und unsere Arbeit fand großes Interesse. Kurz vor Beginn der Lesung sah ich zu Vilma und bemerkte ihr Lampenfieber. Es ist ein wunderbares Gefühl. Unsere Gäste hörten interessiert zu und honorieren diese von Vilma geschriebene und selbst gelesene Geschichte mit anerkennendem Applaus und einem Lachen. Und eben diese Geschichte könnt ihr hier noch einmal nachlesen.


    Längst war es dunkel geworden. Der Schein der Stehlampe in unserem Fenster sollte auf unser „lebendiges Adventsfenster“ aufmerksam machen. Da niemand mehr hereinkam, sagte ich mir: „Geh doch mal nachschauen. Vielleicht trauen sie sich nicht reinzukommen.“ Da stand ich nun mit meiner roten Weihnachtsmannzipfelmütze in der kalten Dunkelheit und ging langsam zum Schaufenster. Eine Frau mit einem Rucksack auf dem Rücken kam mir entgegen, sah mich, stutze kurz und dann machte sie auf dem Absatz kehrt, überquerte flugs die Straße und mit schnellen hastigen Schritten. Fast meinte ich, sie wäre erschrocken und läuft vor mir weg. Ob sie mich mit dem Grinch verwechselt hat? Ich sah mich um. Mich blickten die dunkle „Augen“ der Häuser an. Autos fuhren kaum, Menschen sah ich noch weniger. So ging ich zurück ins Warme. In den uns noch verbliebenen Minuten, ergaben sich herrliche Gespräche. Dann waren die zwei Stunden um. Wir verabschiedeten unsere und die Gäste des Autohaus Köhler. Zusammen mit den Seniorchefs Anett und Andreas Wien tranken wir noch ein Tröpfchen heißen Glühwein. Mit vielen Emotionen und Gedanken im Gepäck gings nach Hause. Persönlich denke, dass unsere Aktion mit dazu beigetragen hat, die Weihnachtszeit etwas heimischer zu gestalten und dass wir, die Seitenspinner, aus dem Dunklen gehend ins sichtbare getreten sind.


    Tief in unserem Herzen hoffen wir, dass euch unser „lebendiges Adventsfenster“ und die damit verbundene Aktion gefallen hat. Ob nächstes Jahr ein Run" auf den Pfaffenberg beginnt? Wir sind gespannt.


    * * * * * * *


    Das von den Seitenspinnern dekorierte Schaufenster vom Autohaus Köhler zu Waldheim vor dem 6. Dezember 2023:


       


    Schaufenster am 06. Dezember 2023

     


    Das sind wir:


    Klara & Stan und die leckere Buchstabensuppe:



    Maible & Stan und die Buchstabensuppe:



    Vilma beim Lesen mit unseren Gästen:
     


    Ein letzter Schluck Glühwein mit den Seniorchefs Anett und Andreas Wien:



    Die Seitenspinner - Akteure sagen: Danke!


    Die Tage nach unserem Treff in der Museumsgaststätte vergehen wie im Flug. Wir fanden, dass es Zeit wird, den zweiten, etwas größeren Stein zu "werfen", wollten von der Existenz der Seitenspinner etwas lauter erzählen und das Schicksal mehr herauszufordern.


    Die Zeit ist voller Aktivität, da wir uns bei dem Ausschreiben des Adventskalenders der Stadt Waldheim beworben hatten. Es gilt ein Schaufernster weihnachtlich zu schmücken, das am Tage der Eröffnung einer Aktion bedarf.

    Wir fanden in den Besitzern des Autohaus Köhler zu Waldheim wundervolle Menschen und Unterstützer. Unsere Ideen, Gedanken und Tun, fanden keine Hindernisse und so nahm das Schicksal seinen Lauf.


    Wir fanden „offene Ohren“ bei der Zeitung. In der Sächsischen Zeitung erfuhren die Leser vom: lebendigen Adventskalender. Kurz darauf erschien in einer anderen Zeitung der Titel: Jeden Tag eine Aktion. Während dieser Zeit erspann unsere Gruppe zahlreiche Ideen, wie wir und was wir „anstellen werden. Es war eine Freude zu erleben, wie sich unsere Ideen, das Schaufenster zu gestalten, gestalteten. Anfang Dezember war es fertig. Die Leute, die vorüber gingen blieben neugierig stehen. Ein großes Plakat, das seitlich an der Scheibe klebte erzählte jedem der es wissen wollte, von uns.


    Nun fehlten noch durchführbare Ideen für die Aktionen. Es dauerte eine Weile, bis jemanden spontan der Gedanke: „Wir kochen eine Buchstabensuppe und schenken sie aus“ laut über die Lippen kam. Da waren sie, die Ideen: Vilma liest ihre Geschichte. Als Zugabe wird es kleine Geschichten, geschrieben von Vilma und Klara auf „Schriftrollen“ gedruckt geben, die in einem Schätzkästchen liegend, für Alle zum Mitnehmen gedacht waren. Zu guter Letzt wird es ein kleines Quiz geben. Der Gewinner wird einen Preis erhalten, der von der Besitzerin der Museumsgaststätte gestiftet wird.


    Unser Programm steht. Jeder für sich fiebert dieser Aktion, die am 06.12.2023 im Autohaus Köhler zu Waldheim stattfinden wird, entgegen.


    Am 05.12. 23 erschien in der Sächsischen Zeitung ein Artikel mit der Überschrift:

    Seitenspinner bringen den Nikolaus ins Autohaus






    Alles war bereit. Es war ein Fiebern in mir zu spüren. Der Stein war „geworfen“. Mit einer mächtigen Vorfreude sehe ich den 06.12.2023 entgegen.

    Was passiert, wenn ein Stein in einen Teich geworfen wird, außer dass er ein paar Mal auf der Wasseroberfläche tanzt und springt, bevor er in die Tiefen abtaucht? Es kommen Wellen auf – jedes Mal wenn er aufschlägt, breiten sie sich kreisförmig aus und erreichen irgendwann das Ufer.


    Maible und ich haben solch ein Stein „geworfen“. Es ist der Ruf nach: „Wo seid ihr alle, ihr, die der Worte Magie verfallen seid?“


    Fünf Frauen kamen auf den Pfaffenberg zu Waldheim. Sie kamen, um zu sehen und um zu hören. Mittlerweile sind 20 Wochen vergangen. Jeden letzten Donnerstag im Monat treffen wir uns am hölzernen „Stammtisch“, den uns die Wirtin Gabi freundlicherweise angeboten hat.

    Maible und ich sagten unsere Gedanken und Vorstellung, wie es sich gestalten soll, und wagten einen Blick in die Zukunft. Wollt ihrs wissen? Dann schaut in den Ordner: Prolog.


    Es war etwas Neues, etwas das begeistern kann. Wir sitzen dort, quatschen, tauschen uns aus und hin und wieder, wenn jemanden von der Muse geküsst wurde, hat uns vorgelesen.

    Was interessiert mich? Was würde ich schreiben? Wie schreibt man ein Gedicht, eine Geschichte? Wie drückt man sich aus und nun kommt es: Wie viel bin ich bereit, von mir preiszugeben? Es ist nicht einfach für einige, denn sie merken, dass man auch etwas von sich erzählt.

    Jeder hat seine Geschichte zu erzählen, hat seine Gedanken, die er uns in einer für sich passenden Art und Weise erzählt. Ihr könnt uns glauben, dass niemand sich für seine Worte verstecken, rechtfertigen oder entschuldigen muss. Es sind kleine Schritte, die wir gehen.


    Gerade wurde solch eine Lesung beendet, trat einen Mann mittleren Alters in die Gaststätte und rief laut: „Sind hier die Seitenspinner?“ Dabei hielt er einen weißen Briefumschlag in der Hand, den er uns mit den Worten übergab: „Ich komme in Auftrag von Frau G. H. Sie hat im Amtsblatt von Euch gelesen. Sie kann deshalb nicht persönlich escheinen, weil das hohe Alter es nicht zulässt.“ Er übergab uns den Umschlag. Maible öffnete ihn und las das Gedicht vor, das auf einfachem Papier geschrieben stand. Von was es handelt, was es uns erzählen will und seine Botschaft. ... seid neugierig.



    Das Haus

    In Waldheim, oben auf der Höh`steht ein besondres Haus.

    Wenn man es recht betrachtet, siehts wie ein Schlößchen aus.

    Einst war es Waldheims Schmuck und Zier

    und wohlbekannt im Lande hier.

    Die Leute, die Gäste, sie kamen gern


    Das Haus zu besuchen, sie kamen von nah und fern

    Und schwärmten danach in der Ferne und in der Nähe .....

    G.H.




    (Das Ganze Gedicht wird im Forum im Tagebuch der Seitenspinner www.stan-marlow.de zu lesen sein.)


    Letzten Donnerstag, es war der 27. 10., trafen wir uns wieder. Wir haben beschlossen, wieder einen „Stein“ zu werfen. Er fällt am 06.12.23.


    Ihr dürft gespannt sein – Lauscht den Seitenspinnern – unser Motto.


    Unsere kleine Gruppe hat sich vergrößert. Wir freuen uns auf Euch!


    Was unbedingt noch einmal gesagt werden muss: Wir sind kein Verein, keine Gruppierung oder Ähnliches. Ihr seid hier, weil ihr es wollt. Es gibt nur uns, unsere Worte, unser Vertrauen und das Versprechen mit Herzblut und positiven Engagement für eine gute Zeit zu agieren.


    Termine findet ihr unter: www.stan-marlow - Termine


    Schaut unbedingt hier wieder vorbei!


    Maible und Stan

    Andächtig überschritten sie die Schwelle zur großen Eingangshalle des Schlosses. Spinnweben und Dreck aus Jahrzehnten umgab die marmorgetäfelte Halle. Die Bildergalerie an den Wänden zeigte porträtierte Hoheiten aus der Vergangenheit. Einige Rahmen hingen schief an der Wand und irgendwo fehlte ein Bild in der Reihe. Die Holztreppe knarzte bei jedem Schritt und der aufgewirbelte Staub tanzte im Schein der Taschenlampen. Ihr Lager schlugen sie in einem großen Raum auf, der früher womöglich ein prunkvoller Saal gewesen war. Über ihren eigenen Scherzen und Geschichten schliefen sie rasch ein. Nur Lucie tat kein Auge zu. Sie betrachtete den Mond, der in voller Pracht am rabenschwarzen Himmel prangte. Dank seines Lichtes waren die Umrisse der Gegenstände im Raum in diffuses Grau getaucht. In einer Ecke raschelte es leise. Lucie machte sich nicht die Mühe, danach zu schauen. Ihr war klar, dass es sich bei den einzigen Bewohnern nur um Kleintiere und Ungeziefer handeln konnte. Plötzlich vernahm sie ein Schnarren, so als ob etwas auf dem Fußboden entlang gezogen wird. Lucie schrak zusammen. Eiskalte Schauer liefen über ihre Haut, während sie stocksteif aufrecht sitzend in die Stille lauschte. Sie hatte das Gefühl, allein gegen eine Gefahr kämpfen zu müssen. Jack und die beiden anderen lagen zusammengerollt in ihren Schlafsäcken. „Jack“ rief Lucie „Wach auf!“, doch es tat sich nichts. Sie robbte zu einem der Schlafsäcke hin. Als sie an ihm ruckelte, entwich mit einem tosenden Zischen aus dem Schlafsack eine Staubwolke. Lucies Schreckensschreie hallten durch die Nacht. Sie hielt sich die Hände vor Nase und Mund, um die beißenden schwefelartigen Dämpfe abzuwehren. Das Atmen fiel ihr schwer. Ihr Herz raste und ihre Angst steigerte sich, als ihr bewusst wurde, dass sie auch in den beiden anderen Schlafsäcken keinerlei Bewegung gesehen hatte. Wo waren ihre Freunde? Was ist hier im Gange? Ich muss hier raus! Überschlugen sich in Bruchteilen einer Sekunde ihre Gedanken. Plötzlich krachte es hinter ihr. Ein Bild hatte sich von der Wand gelöst und lag nun direkt vor Lucies Füßen. Zwei glühend rote Augen mit goldenen Sprenkeln blickten ihr durch den Staubschleier direkt ins Antlitz. Lucie schrie, wendete sich ab und stürzte zur Tür. Die eiserne Klinke ließ sich nicht herabdrücken. Wieso war die Tür verschlossen? Tränen rannen dem Mädchen übers Gesicht, als sie kraftlos an der Tür hinabrutschte. Erneut ein Krachen, sie hielt sich die Ohren zu und begann zu Schreien als sich eine Hand auf ihre Schulter legte und sie die Worte hörte: „Wach auf du Faulpelz, hinaus zum Morgensport!“.



    Oktober 2023


    Maible C.

    Es ist weder ein Mythos noch eine Fantasie, wenn zu lesen ist:

    Am Anfang steht nicht nur das Wort – es braucht einen Funkten, der ein Feuer im Nichts entfacht. Heißt es nicht: Man muss brennen für eine Idee, wenn sie sich manifestieren soll?

    Zwei waren dafür notwendig – Mable und Stan – die die „Seitenspinner“ aus dem Nichts formten. Ein Traum, der am Tag und in der Nacht sich zu träumen lohnt. Also lasst Euch erzählen und tragt diesen Funken hinaus aus Waldheim. Still ist es in der Kultur- und Kunstwelt in um Waldheim herum. Wie viele Worte geschrieben werden, die ungehört und ungelesen sind, wissen wir nicht. Wir können nur erahnen, dass sie nur darauf warten geschrieben, gelesen und gehört zu werden.

    Wie wird aus dem Funken eine kleine Flamme und später ein Flächenbrand?

    So fing es an:

    Die Inspiration kam bei einer Tasse Café: Die „Seitenspinner“, eine besuch- und erlebnisbare Plattform, wo alle Wörter ihren Platz finden sollen, die dem Kuss der Muse gehorchend „geboren“ und aufs Papier gebannt werden sollen. So begann die Suche nach einer geeigneten Lokation, wo wir einerseits die Unterstützung der Besitzerin bekommen, andererseits wir den nötigen Platz haben, verbunden mit einer Atmosphäre, die dem Funken gerecht wird.

    Jetzt haben wir unsere Ideen, wir haben die Lokation was uns noch fehlt, dass seid ihr.

    So könnt ihr In Facebook und auf Instagram folgendes lesen:

    Küsst dich auch die Muse? Buchstaben formen sich zu Worte und du kannst nicht anders als sie aufs Papier zu bannen? Wem zeigst du es? Wer hört zu? Genießt es? Sagt seine Meinung? Wer taucht in das Geschriebene mit hinein?

    Das ist ein Aufruf an alle „Schreiberlinge“, die im Stillen dieser Lust und Last frönen.

    Deine Worte gehören nicht ins stille Kämmerlein, nicht gebannt in dein Herz – lass sie uns hören – lass sie frei.

    Es ist ein Anfang, ein Experiment, ein Start ins (und) Bekannte – Es wird ein Spaß

    Komm nach Waldheim in die Gaststätte Am Pfaffenberg

    Jeden letzten Donnerstag im Monat 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

    Die Seitenspinner

    Und so begannen wir uns einen Weg aus dem Unbekannten zu suchen Jeden letzten Donnerstag im Monat ist die „Bühne“ geöffnet. Wir reden, lernen uns kennen und hören dem Anderen zu, was er geschrieben hat. Nur sehr wenige trauen sich, diesen Weg zu gehen, oder wissen sie noch nichts dem Wunderbaren, das sich mitten ins Waldheim installieren will?

    Ein paar Gedanken: Jede oder Jeder, der Lust hat seine Gedanken mit uns zu teilen, sollte unbedingt den Weg zu uns finden.

    Was wir nicht sind oder sein wollen: Ein Verein. Eine Gemeinschaft, wo Hausaufgaben aufgegeben werden, wo Monetäres Bedingung ist.

    Was wir sein wollen: Eine Plattform für jedermann/Frau. Eine Plattform auf der man seine Worte zu Gehör bringt, wo Lesungen veranstaltet werden, wo es eine „offene Bühne“ gibt, wo sich Chancen bieten, sich einen Platz auf einer Website zu „ergattern“, wir wollen mit einem eigenen Programm beim nächsten Kulturfest aufwarten, Bücher werden verlegt werden und als Krönung könnte eine eigene Mittelsächsiche Buchmesse entstehen, auf der die Verlage und deren Agenten die Besucher sind …

    Was fehlt sind Gönner, die unser Projekt unterstützen und Ihr. Ohne euch – erlischt der Funke und wird zu einem Teil des Nichts.

    Also tretet ein ihr Herrn, holde Frauen egal ob jung, ob alt, egal welche Art eure Worte sein werden, und betretet die Bühne.


    Wir freuen uns auf Euch

    Maible und Stan

    Ein Gott


    Ein Gott hat hier gewütet
    Ein Gott, der war es wohl
    Ein Gott hat hier gewütet
    Vom Süd- bis Nordenpol.
    Ein Gott hat hier gewütet
    Er trägt sehr wohl die Kosten
    Ein Gott hat hier gewütet Vom Süden bis zum Osten.
    Die Dächer weg von Häusern
    Die Straßen überschwemmt
    So kann nur der Gott sich äußern
    Der keine Gnade kennt ....

    Die Brägeles sind anders;
    die Menschen aus Rainershausen begegnen ihnen mit Missachtung, weil sie komisch aussehen und schlecht riechen. Da die Ablehnung schmerzt, ziehen sie sich auf die höchsten Bäume im Rainerwald zurück und gehen den Menschen aus dem Weg. Eines Tages ergibt sich die Gelegenheit, den Menschen zu helfen. Damit erhoffen sich die Brägeles Anerkennung – und die bekommen sie auch.

    Das Buch richtet sich an Kindergarten- und Grundschulkinder. Nach jedem Kapitel gibt es Erklärungen zu unbekannten Begriffen und Fragestellungen, die die Kinder mit den Vorlesenden besprechen können oder deren Antworten sie in Spiegelschrift darunter finden. Im Anhang gibt es zum Beispiel ein Morse-Alphabet, das Schema eines Windrades oder Zeichnungen von Bäumen und Tieren.

    Die Intention ist, bewusst zu machen, wie verletzend Ausgrenzung ist; durch die Fragen und Informationen sollen außerdem das Leseverständnis und die Allgemeinbildung gefördert werden.

    Die Brägeles erleben viele weitere Geschichten. Es gibt sie als Stofftiere, Hörbuch, Ratespiel und als Zeichentrickfilme.



    Die Brägels und die Windräder
    Ein Kinderbuch von

                                                                                 Sabine Mähring